Auch in Gerolstein und den Stadtteilen ist der Brauch des Klapperns bekannt und bei den Kindern sehr beliebt. In der Karwoche ziehen mehrere Gruppen mit Lärminstrumenten aus Holz - Klappern und Ratschen - zu den Zeiten, an denen normalerweise Glockengeläut erschallt, durch die Straßen. Sie ersetzen die Kirchenglocken, die ab dem Abend des Gründonnerstag (genauer ab dem Gloria in der Messe am Gründonnerstag) schweigen. Der Legende nah fliegen sie nach Rom zur Beichte - bei der Erinnerung an Kreuzestod und Grabesruhe Jesu Christi ist festliches Glockengeläut nicht angemessen. Um an die Gebetszeiten zu erinnern bzw. zur Messe zur rufen, klappern die Kinder.
Früher waren es nur Jungen - Mädchen waren nie dabei. Das hat sich geändert. In der frühen Morgenstunde rufen sie, so laut sie können: "Et löök Betglock" - Mittags heißt es: "Et löök Mettisch" und gegen Abend: "Et löök zu Hof".
Am Ostersamstag werden dann bei allen Häusern Eier als Lohn eingesammelt - es dürfen aber auch Süßigkeiten und Geld dabei sein.
Wunderbar, dass dieser Brauch erhalten bleibt und Dank allen, die sich dafür einsetzen!!!
Herzlichen Dank gilt Martin Näegel für seine email, mit der der seine Gruppe der Gerolsteiner Stadtredaktion vorgestellt hat:
"Wir sind die Kinder vom Burgring. Aber eigentlich verteilt kommen wir aus den umliegenden Straßen.
Vor knapp 6 Jahren haben unsere Eltern den alten Brauch wieder ins Leben gerufen.
Wir haben uns sehr über den ganzen Zuspruch der Bevölkerung, ganz besonders zu spüren beim Eiersammeln, gefreut!"
Anmerkung der Redaktion Gerolstein.org: Es wäre toll, wenn wir im nächsten Jahr weitere Gruppen hier veröffentlichen dürften.

