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Brennholzversorgung mit 2 Pferdestärken - Warum werden im Gerolstein-Geeser Wald Holzrückepferde eingesetzt?

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„Es  ist eine Herzensangelegenheit“, beantwortet der Gerolsteiner Forst-Revierleiter Nico Lares beim Ortstermin diese  Frage. „Wir  legen  Wert auf eine effiziente und bodenpflegliche Holzernte. Die Brennholzversorgung der Gerolsteiner Bevölkerung - bei gleichzeitig aktivem  Schutz des Waldes - hat Priorität.“

Gesunder Wald ist ein natürlicher Wasserfilter und Speicher und sorgt für sauberes Grundwasser. Im Gerolsteiner Stadtwald geht es um schonende Behandlung sensibler Böden, um Aufforstung und Erhaltung von oft mehreren Hundertjahre alten Bäumen, die auf keinen Fall verletzt werden dürfen.

„So ein ‚tierischer‘ Arbeitseinsatz vermeidet Bodenverdichtungen, wie sie durch Einsatz tonnenschwerer Forstmaschinen zwangsläufig entstehen“, erklärt Lares. „Die letzten Winter waren sehr mild und der Waldboden nur an wenigen Tagen gefroren.  Pferde  ziehen  die Stämme bodenschonend zu einer Sammelstelle am Waldweg. Ökologisch empfindliche  Böden werden geschützt.“

Regionalität beim Einsatz von Unternehmen ist ihm ein weiteres Anliegen.  Um das gefällte Holz aus dem momentan sehr feuchten Waldrevier herauszuschaffen, hat er die in Bolsdorf ansässige Unternehmerin Julia Zenner mit ihren belgischen und holländischen Kaltblütern Moritz und Rocky beauftragt. Über den nassen, empfindlichen Waldboden schafft sie den Abtransport der langen, schweren Stämme bis zum Sammelplatz am Waldweg problemlos. Hindernisse wie Felsbrocken sind kein Problem. Auch ein dort befindliches, mit Brettern umzäuntes Grabungs-Areal  des  Waldboden-Forschungsprojektes von Dr. Werner Schwind, bleibt unangetastet und wird geschickt umgangen. 

 Die Kaltblüter werden mit kurzen stimmlichen Fuhr-Kommandos dirigiert. Ein kurzes „Hü“ und es heißt stehen, bei „Hott“ geht es nach rechts, bei „Ha“ nach links... um nur einige der vielen Befehle zu nennen, die  beide  Kolosse beherrschen. Neben dem muskulösen Körperbau verfügen sie auch über die erforderliche Belastbarkeit, Zugwilligkeit, Zugfestigkeit und ruhigen, ausgeglichenen Charakter.  Im Wechsel setzt  Zenner beide Pferde ein. Während der neunjährige imposante Brabanter Moritz mithilfe von Ketten Stamm für Stamm aus dem Wald herauszieht, steht sein holländischer Kollege Rocky ganz gelassen am Heu-Sack und macht Pause. Dabei wird er gut bewacht durch Hüte-Hündin  Maya, die auch unsere Ankunft durch kurzes Bellen meldete.

Die Zugpferde besitzen eine  mehrjähriger Ausbildung und  besonders enge Bindung zu ihrer Besitzerin.  Sozialverhalten und Belastbarkeit  beweisen sie als leistungsstarkes Team bei Arbeit und Veranstaltungen. „Im Wald arbeitet „man auf Meter“ – In Wettbewerben auf Präzision“, erklärt Zenner.

Infobox

Julia Zenner , Weberhof Bolsdorf  ist amtierende Rheinland-Pfalz-Meisterin und für die Interessengemeinschaft Zugpferde e.V.  IGZ - Deutsche Meisterschaft in Brandenburg qualifiziert. In der Europameisterschaft hat sie im Zweispänner Holzrückewettbewerb  in der Qualifikation den 3. und Final  Platz 8 erreicht.   Sie bietet neben Holzerückearbeiten auch Planwagen- und Kutschfahrten für Kindergeburtstage, Familienausflüge, Junggesellenabschiede u.a. Anlässe an. Besondere Attraktion ist eine royale Hochzeitskutsche, die man für den Fest-Ort buchen kann. Kontakt: Infoteam-Arbeitspferdde  Tel. 0173 – 922 4434

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Mit Brettern umzäuntes Grabungs-Areal des Waldboden-Forschungsprojektes von Dr. Werner Schwind. Es bleibt durch die Rückearbeit mit Pferd unangetastet und wird geschickt umgangen.
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Julia's besonderes Angebot: Kutschfahrten Auch mit dieser besonders royalen Hochzeitskutsche
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