Das „Stadtarchiv“ informiert:
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Stadtarchivs haben ihr Projekt „historischer Stadtspaziergang“ mit der Ausschilderung von 20 Stationen im engeren Stadtgebiet weitgehend abgeschlossen. Das Projekt wurde im vergangenen Jahr als „Team mit Stern“ vom Gerolsteiner Brunnen mit 3.500 € gefördert.
Die Idee hier dem Projekt: Im Stadtzentrum von Gerolstein gab und gibt es etliche Gebäude und Plätze, die für die Geschichte unserer Stadt eine besondere Bedeutung haben. Oftmals ist die „Besonderheit“ des Ortes nicht zu erkennen, weil heute andere Bauten oder Nutzungen das Bild prägen oder die Gebäude und Plätze im Laufe der Jahrzehnte stark verändert wurden.
Die zum Teil gravierenden Veränderungen des Stadtbildes werden aus dem Archivgut, das dem Stadtarchiv vorliegt, deutlich. Dabei ist der uns übereignete fotografische Nachlass des Gerolsteiner Fotografen Fredy Lange besonders hervorzuheben. Diese Fotosammlung umfasst rd. 5.000 Fotos aus den Jahren von 1924 – 1982 mit Ansichten von öffentlichen und privaten Gebäuden, Straßen, Plätzen, Unternehmen oder von Veranstaltungen im Stadtgebiet.
Wir möchten unsere MitbürgerInnen und unsere Gäste auf 20 interessante Orte im Stadtzentrum aufmerksam machen und anhand von Fotos und kurzen Texten die „Geschichte“ dieser Orte und die Veränderungen zwischen „damals und heute“ näherbringen.
Der Spaziergang beginnt am Rathaus am Kyllweg; An dieser Stelle befand sich früher innerhalb der sog. „Bouchés-Anlagen“ der Hansa-Brunnen. Die weiteren Stationen sind:
am Kyllweg: ehem. Gerolsteiner Brunnen W. Flamm und der „Sidinger Dress“;
am Kyllradweg: die alte Badeanstalt;
an der Straße Am Auberg: der Friedhof Sarresdorf und die ehem. Drahtwarenfabrik;
an der Sarresdorfer Straße: das Pfarrhaus Sarresdorf (ehem. Heimatmuseum) und die Erlöserkirche;
am Kasselburger Weg: Erinnerung an das Stollenunglück von 1945;
in der Bahnhofstraße: der Bahnhof und das alte Postamt;
in der Brunnenstraße: die Betriebsstätten des ehem. Flora-Brunnen und des Gerolsteiner Sprudel (später Gerolsteiner Brunnen);
in der Mühlenstraße: das im Volksmund sogenannte „Märloch“
in der Hauptstraße: das „Alte Rathaus“ und gegenüber der frühere Marktplatz mit dem sog. „Käks“, die alte Stadtmauer, die alte Post, das Rondell, das Kino Linden-Lichtspiele und zuletzt der Brunnenplatz / früher Hindenburgplatz.
Auf den angebrachten Schildern ist die jeweilige Geschichte mit einem kurzen Text und 2 - 3 Fotos beschrieben. Auf der Internetseite „www.stadtarchiv.gerolstein.org“ findet man unter der Rubrik „historischer Stadtspaziergang“ ausführliche Informationen sowie weitere alte Fotos zu den einzelnen Orten.
Wir bedanken uns bei dem „Gerolsteiner Brunnen“ für großzügige finanzielle Förderung unseres Projektes. Unser Dank gilt den Mitgliedern des Eifelvereins Gerolstein, die uns bei der Aufstellung von Pfosten für die Befestigung unserer Schilder tatkräftig unterstützt haben sowie den beteiligten Firmen „Blue-Werbetechnik, Gerolstein“ (Gestaltung und Herstellung der Text-/ Bildtafeln) und Creativ-Metall Krämer, Gerolstein-Lissingen (Herstellung der Pfosten- und Schilderhalter).
Die Beschilderung wird im Laufe des Jahres noch ergänzt durch eine Übersichtstafel mit Einzeichnung der „Spazier-Route“.
Das Team des Stadtarchivs wünscht viel Spaß beim Frühlings- oder Osterspaziergang durch die Gerolsteiner Stadtgeschichte.
