„So schön ist Deutschland!“ Wie die Wander- und Erlebniswoche der Eifelverein OG Gerolstein 2026 im Odenwald war
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen:
„Abwechslungsreich“, „vielseitig“ und „alle Interessen optimal berücksichtigt“ lautete das Urteil über die, durch Peter Horsch und Johannes Munkler hervorragend organisierte Eifelverein-Wander- und Erlebniswoche 2026.
Bereits die Hinreise zum Odenwald begeisterte die Teilnehmer. Zwischenziel war ein Aufenthalt in der historischen Altstadt von Idstein. Zweihundert schöne, bunte Fachwerkhäuser boten beste Motive für Schnappschüsse – so auch das prachtvolle, mit aufwendig geschnitzten Details geschmückte Killingerhaus.
Beim Betreten der Idsteiner historischen evangelischen Predigt- und Hofkirche fühlte man sich sogleich viele Jahrhunderte zurück versetzt. In der prächtigen barocken Unionskirche sind 38 großformatige Ölgemälde mit Bibelmotiven aus der Rubensschule zu sehen. Die mit vielen Sprüchen bemalten Brüstungen: „Ein Weib, das den Herrn förcht, soll man loben...Die Weiber sollen ihren Männern unterthan seyn...“ entlockten manchen Kommentar. Im Stil ganz modern dagegen, lud ein Plakat zum „Multisegen“ in der Unionskirche ein. „Bei uns bekommt ihr ganz spontan, was ihr gerade braucht. Das Angebot: Neben spontanen Trauungen, Werdende-Eltern-Segen, Trennungssegen auch Reisesegen zum Ferienbeginn“.
Weiter ging die Fahrt zum Zielort: Oberzent. Das Land-Hotel ‚Zum weißen Lamm‘ punktet mit Küche, Ruhe und Odenwald-Weitblick. Gestärkt durch Schlemmer-Speisen und flottem Service durch einen Roboter namens ‚Bella‘, war die Gruppe gewappnet für erlebnisreiche Programmpunkte der kommenden Tage:
Technikinteressierte kamen beim Besuch der riesigen Ausstellungsfläche des Technikmuseum Sinsheim auf ihre Kosten. Zahlreiche Exponaten wie der Überschalljet Concorde F-BVFB, die russischen Tupolew Tu-144 oder das Bundewehr U-Boot U17 waren begehbar. Die Zeit wurde gut genutzt, um Europas größte Formel 1 Sammlung, die große militärhistorische Ausstellung mit vollbeweglichen Panzern, Oldtimern und Motorrädern, Klänge der riesigen mechanische Mortier-Tanzorgel und vieles mehr, zu bestaunen.
Wer lieber in der Natur unterwegs war machte sich mit Wanderführer Johannes auf den Weg nach Hirschhorn am Neckar. Nach einer ca 10km langen Tour durch herrliche Wälder, mal in Hessen, mal in Baden-Württemberg, war Schloss Hirschhorn erreicht. Es ist eines der schönsten Schlösser im Neckartal mit unverwechselbarer Silhouette aus gewaltigen Schild-Mauern, Giebeln und Turm.
In ‚Heidelberg‘, der ältesten Universität Deutschlands, fanden Eifler persönliche Lieblingsorte. Nach gemeinsamer Stadtführung zog es sie zum Heidelberger Schloss, historischen Altstadtbummel oder zur ‚Alten Brücke‘. Bei stark belebten Gassen zweifelte niemand, dass die Stadt jährlich Millionen Besucher aus aller Welt anzieht. Zur Abrundung des Kulturprogrammes war ausreichend Zeit für kulinarische Genüsse, wie Heidelberger Studenten-Kuss (süße Spezialität aus Nougat, Waffel und Zartbitterschokolade) oder eine Heidelberger Kurfürstenkugel (mit Mohrenkopfbiskuit).
Gelegenheit unter gastfreundlicher Führung die historische Fachwerk-Idylle zu genießen, ergab sich in Michelstadt - Ein fröhliches Wiedersehen mit dem alten Gerolsteiner Dr. Peter Krämer-Eis! - Gemeinsam schlenderte man über den Marktplatz zum weltberühmten Historischen Rathaus von 1484, Kellereihof, spätgotische Stadtkirche und der historischen Synagoge.
Jetzt hatten alle die Qual der Wahl: Klassisches Odenwald-Flair auf einem 10 km-langen Rundweg um Erbach durch Wildgehege zu genießen oder das Schloss Erbach mit Elfenbeinmuseum zu besichtigen. Beides zeigte sich sehr reizvoll, wie beim gemütlichen Ausklang des Tages im Garten der Gastgeber Krämer Eis, festgestellt wurde.
Auf der Rückreise in die Eifel bot sich ein Stopp am ‚Felsenmeer‘ an. Geologisch Interessierte nutzten die Gelegenheit, die UNESCO-Geo-Naturpark Bergstraße -Ausstellung zu besichtigen und das frei zugängige Felsenmeer mit dicht gepackten, gerundeten Quarzdiorit-Blöcken zu besteigen. Werkstücke römischer Steinmetze, wie die Funktion einer Steinsäge, verblüften.
Einen wunderschönen Abschluss der Reise bot Bingen. Eine Einkehr im ‚Forum der Kreuzschwestern Benediktinerinnen’ sorgte für unser leibliches Wohl. Die anschließende Führung durch den ehemaligen Stadtförster der Stadt Bingen, Paul Peitz, zu beeindruckenden Aussichtspunkten mit Panoramen bis nach Hessen und ein Gang zur Sankt Rochus-Kapelle rundeten die Reise ab.
Die Leitsätze der Heiligen Hildegard von Bingen zu ganzheitlichem Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele und das Leben im Einklang mit der Natur und seinen eigenen Kräften, passte zu dem, was Mitglieder des Eifelvereins wünschen: „Seien Sie in allen Lebensphasen körperlich geistig und sozial aktiv.“ (Text und Fotos Clara Zins-Grohé)
Infos: Peter Horsch. EIFELVEREIN, Ortsgruppe Gerolstein., 06591/980617 oder 0152 0256 8824 info@eifelverein-gerolstein.de
|
























