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Gelöbnis in Hillesheim: Neue Bundeswehr-Rekrutinnen und Rekruten leisteten feierlich Fahneneid

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Gelöbnis der Bundeswehr-Rekruten vor der Kulisse der Stadtmauer Hillesheim

Während der Bundestag eine historische Entscheidung fällt, die Wehrpflicht wieder einzuführen, Lehrerverbände vor Schulstreik gegen Wehrpflicht warnen, haben sich 102 Menschen freiwillig entschieden.

Rekrutinnen und Rekruten,  die  am 03.11.2025 beim Informationstechnikbataillon 281 (ITBtl 281) in Gerolstein  eine Grundausbildung als Soldatinnen und Soldaten auf Zeit oder als freiwillig Wehrdienstleistende begonnen hatten, leisteten jetzt  ihren Fahneneid. Für sie war eine Wehrpflicht nicht notwendig.

Sie traten am 04.12.2025 vor der Kulisse der Hillesheimer Stadtmauer zur Vereidigung an. Mit feierlichem Schwur gelobten Soldatinnen und Soldaten ihre Treue zur Bundesrepublik Deutschland und  tapferen Verteidigung des Rechts und der Freiheit des deutschen Volkes.

Hunderte von Gästen – darunter viele Angehörige, Freunde und Wegbegleiter von nah und fern - nahmen als Zuschauer teil. Nach einem Gelöbnisgottesdienst, gestaltet durch   Militärpfarrer Jörg  Baruth in der Pfarrkirche Sankt Martin, fand die traditionelle  Gelöbnis-Zeremonie auf dem  Hillesheimer  Sportplatz statt. Dort begrüßte  Oberstleutnant Michael Auch, der seit Oktober das Kommando des IT-Bataillon 281 in der Eifelkaserne Gerolstein übernommen hat, alle  Anwesenden. Gemeinsam mit dem Abgeordneten im Landtag Rheinland Pfalz Marco Weber (FDP) schritt der Kommandant die Formation der Wehrdienstleistenden auf dem Appellplatz ab. Den feierlichen musikalischen Rahmen gestaltete das Heeresmusikkorps Koblenz unter Führung von Oberstabsfeldwebel Christoph Dissinger.

Gastredner Marco Weber ging in seiner Ansprache auf die erheblichen  Veränderungen in den letzten Jahren ein: „Der Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat zu einem Umdenken in der sicherheitspolitischen  Ausrichtung der Bundeswehr und unseres kollektiven Verteidigungsbündnisses der Nato geführt. Dies ist eine bittere Realität, an die wir uns politisch und militärisch anpassen müssen.“ Er sprach von erforderlicher Kriegstüchtigkeit, die bei guter, anspruchsvoller und fordernder Ausbildung der Rekrutinnen und Rekruten beginne, Nachrüstbedarf und Optimierung der Beschaffungsprozesse. Als Appell zitierte er: „Gewinnen wollen, weil wir gewinnen müssen“ und „Seien Sie selbstbewusst, Sie müssen sich nicht verstecken. Mit Ihrem Dienst leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Freiheit und Demokratie.“

Oberstleutnant Auch sprach nicht nur die vom Dienstherr  erwartete    Meisterung von körperlichen, dienstlichen und privaten Hürden an, sondern zollte den Wehrdienstleistenden Respekt: „Staatsbürger in Uniform stehen für die Freiheit aller Bürgerinnen und Bürger ein. Sie haben sich freiwillig für den Dienst an der Waffe und in Uniform entschieden.“  Das Wort ‚tapfer‘ sei ein Teil des Eides. „Dieses Wort grenzt uns Soldatinnen und Soldaten von allen anderen ab. Dieses  Wort bedeutet, dass Sie die Wahrung ihrer körperlichen Unversehrtheit in den Dienst der Bundesrepublik Deutschland stellen. Dafür bedarf es Ihrer tiefsten inneren Überzeugung, Selbstbewusstsein, Willen aber auch eine zielführende Ausbildung.“ Er dankte der 6. Kompanie.

Stellvertretend für die Rekruten sprach Soldat Schäfer: „Wir alle haben Belastungen, Einschränkungen, Veränderungen im Alltag bewusst in Kauf genommen. Viele von uns wurden an ihre körperlichen und mentalen Grenzen geführt. Für manchen lagen diese Grenzen weiter entfernt als für andere, doch jeder hier hat gelernt, Verantwortung zu übernehmen und Belastungen auszuhalten.“  Der ‚Innere Schweinehund‘ sei mittlerweile gut trainiert und man stehe stabil da, so Schäfer.  

Eine internationale Note erhielt die Veranstaltung durch die Anwesenheit eines französischen Filmteams. Der staatliche Fernsehsender TV Paris Arte aus Paris zeichnet  europäische Stimmungsbilder von Wehrdienstleistenden und Angehörigen auf. Sie haben bereits in Frankreich, Dänemark und Island gedreht.  (Text und Fotos Clara Zins.Grohé)

 

Infobox:

Grundausbildungskompanie 6./ITBtlInformationstechnikbataillon 281

In den ersten zwei Wochen ihrer Grundausbildung finden grundlegende Unterrichte, Belehrungen und Einweisungen statt. Zudem erhalten die Teilnehmer ihre militärische Ausrüstung und durchlaufen die notwendige ärztliche Eingangsuntersuchung. Bei weiteren grundsätzlichen Fragen und Anliegen steht das Stammpersonal der 6. Kompanie gerne Rede und Antwort. Im Verlauf der ersten Tage der  Grundausbildung werden sie ihren Kompaniechef, den Kompaniefeldwebel, den Zugführer sowie ihre Gruppenführer kennenlernen. Insbesondere die Gruppenführer werden in der Ausbildung eine zentrale Rolle spielen. Diese unterstützen bei allen Maßnahmen und vermitteln die grundlegenden Fähigkeiten eines Soldaten.

 

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In der Pfarrkirche Sankt Martin gestaltete der evangelische Militärpfarrer Jörg Baruth den Gelöbnisgottesdienst.
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Grundausbildungskompanie 6./ITBtlInformationstechnikbataillon 281
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