Gerolstein – Bei strahlendem Frühlingswetter trafen sich Vertreter der Kommunalen Holzvermarktung Eifel (KHVO Eifel) und des Forstamtes Gerolstein zu einem konstruktiven fachlichen Austausch im Wald des Forstamts Gerolstein. Schwerpunkt des Treffens war die aktuelle schwierige Rundholzversorgung der Sägeindustrie. Das Gespräch diente dazu, die sich aktuell wandelnden Marktanforderungen in der Rundholzsortierung zu besprechen und die gute Zusammenarbeit zwischen der KHVO Eifel und den Förstern weiter zu intensivieren.
In den vergangenen Jahren war die Marktlage durch Kalamitäten wie Sturm- und Borkenkäferschäden geprägt. Dies führte zu einem Überangebot an Rundholz. Heute jedoch zeigt der Markt ein anderes Bild: Sägewerke suchen händeringend nach frischem Rundholz. Dies stellt sowohl für die Waldbesitzenden als auch für die Holzvermarkter der KHVO Eifel neue Herausforderungen dar. „Wir stehen hier vor völlig anderen Gegebenheiten als noch vor einiger Zeit“, betonte der Geschäftsführer der KHVO Eifel Christian Mehlhorn. „Aktuell versuchen wir, bei einem knappen Angebot an Rundholz aus dem Wald, unsere regionalen Geschäftspartner zu beliefern. Diese haben sich auch in den vergangenen Jahren als verlässliche Partner erwiesen. Dies geschieht zu den aktuell höchsten Rundholzpreisen, die bisher am Markt erzielt werden konnten.“
Der Forstamtsleiter des Forstamtes Gerolstein Michael Schimper, schloss sich diesen Gedanken an und bedankte sich für die „gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der KHVO Eifel in den letzten Jahren“. Er unterstrich die Bedeutung eines solchen fachlichen Austauschs, um sicherzustellen, dass das Forstamt jederzeit optimal für die Waldbesitzenden produzieren kann.
Die Besprechung zeigte, wie wichtig eine optimale Holzernte und -aufbereitung ist. Zukünftig benötigt man laut Herrn Forstamtsleiter Michael Schimper intelligente Holzerntesysteme, um die hohe Nachfrage auch bei schlechter Witterung bedienen zu können. Gleichzeitig wichtig sei es, so Herr Mehlhorn von der KHVO Eifel, eine hohe Wertschöpfung für die Waldbesitzenden zu erzielen. Beide Seiten zeigten sich optimistisch, dass durch eine enge Zusammenarbeit die künftigen Herausforderungen für den Waldbesitz wie auch die Holzabnehmer erfolgreich gemeistert werden können.
Das erfolgreiche Treffen im Wald unterstreicht nicht nur das Engagement der beteiligten Organisationen, sondern auch den gemeinsamen Willen, nachhaltig und verantwortungsvoll mit den wertvollen Ressourcen der heimischen Wälder umzugehen.
