Riesige Begeisterung und der Wunsch nach weiteren Events sind Reaktionen auf das spektakuläre Konzert der Kapel van de Koninklijke Luchtmacht: Ist der Lokschuppen aus dem achtjährigen Dornröschen-Schlaf erwacht? Kann man auch irgendwann wieder mit dem „Ferkeltaxi“, wie die roten Schienenbusse liebevoll genannt werden, zum abgelegenen Lokschuppen fahren?
Um die Fragen der Gerolsteiner Bürger zu beantworten, haben wir bei dem Leiter der Touristik GmbH Gerolsteiner Land, Frank Reuter nachgefragt:
Ist das Konzert „Into Orbit“ am 07.03.2026 mit dem Orchester der Königlich Niederländischen Luftwaffe eine Einzelveranstaltung oder darf man sich auf weitere freuen?
Reuter: Mir ist wichtig zu betonen, dass diese Veranstaltung für uns weit mehr ist, als nur ein einzelner Konzertabend. Sie kann ein starkes Signal dafür sein, dass der Lokschuppen wieder als kultureller Treffpunkt wahrgenommen wird und dass Veranstaltungen in dieser besonderen Atmosphäre von den Menschen in der Region angenommen und geschätzt werden.
Wie lief der Kartenverkauf?
Reuter: Der Vorverkauf übertraf unsere Erwartungen. Das Konzert war ausverkauft. Das große Interesse zeigt uns, dass wir mit dem Programm und natürlich auch mit der Location offenbar genau den richtigen Nerv getroffen haben.
Wer hat personelle Unterstützung für diese große Veranstaltung geboten?
Reuter: Die Veranstaltung wurde federführend von der Touristik GmbH Gerolsteiner Land organisiert. Gleichzeitig sind wir sehr froh, dass wir dabei auf viele helfende Hände zählen konnten: Die Vereine Eifellicht sowie der DRK-Ortsverein Gerolstein übernahmen die Bewirtung und leisteten damit einen wichtigen Beitrag. Auch der Bauhof der Stadt Gerolstein hat uns tatkräftig bei der Umsetzung vor Ort unterstützt, und die Veranstaltungstechnik TIME MUSIC stand uns bei so manchen technischen Herausforderungen zur Seite. Zusätzlich sind wir dankbar für die Unterstützung unserer Sponsoren, darunter die KSK Vulkaneifel, der Gerolsteiner Brunnen der Bitburger Braugruppe sowie der VG Gerolstein und der Stadt Gerolstein, die dieses Event überhaupt möglich machten.
Wie wurde der Transport der Besucher organisiert?
Reuter: Für den Transport der Gäste waren drei Shuttlebusse eingesetzt, die an verschiedenen Standorten Zustiegsmöglichkeiten anboten und die Besucher zum Lokschuppen beförderten. Im Anschluss an das Konzert erfolgte die Rückfahrt zu den jeweiligen Parkplätzen ebenfalls per Shuttlebus. Dies hat hervorragend geklappt. Es kam zu keinen langen Wartezeiten.
Weshalb wurden keine Schienenbusse eingesetzt?
Reuter: Im Rahmen der frühzeitigen Abstimmungen wurde uns mitgeteilt, dass eine für den Einsatz von Schienenbussen erforderliche Weiche derzeit nicht betriebsbereit ist. Darüber hinaus konnte nicht verlässlich zugesichert werden, dass die Funktionsfähigkeit dieser Weiche bis zum Veranstaltungstermin hergestellt sein wird. Vor diesem Hintergrund haben wir uns für die Einrichtung eines Busshuttle-Services entschieden.
Was erhofften Sie sich für die Veranstaltung? Wie war es und sind weitere in Planung?
Reuter: In erster Linie erhofften wir uns einen wirklich bereichernden Konzertabend, an dem die Musik, die Kultur und vor allem auch das gemeinsame Erleben wieder im Vordergrund stehen. Es ist schön, wenn Menschen zusammenkommen, einen besonderen Abend genießen und der Lokschuppen als außergewöhnliche Location mit Leben gefüllt wird. Auch wenn die Pandemie inzwischen schon einige Jahre zurückliegt, ist das Bewusstsein der Menschen für solche besonderen Veranstaltungen nach wie vor sehr hoch. Viele schätzen es heute umso mehr, gemeinsam Kultur zu erleben.
Weitere Events im Lokschuppen sind aktuell seitens der Touristik GmbH Gerolsteiner Land zwar nicht konkret in Planung. Aber wer weiß: Vielleicht wird diese Veranstaltung ja ein Impuls dafür, dass künftig auch andere Veranstalter wieder mehr Events an diesem besonderen Ort umsetzen. Das wäre auf jeden Fall sehr zu hoffen.
Was wünschen Sie sich für den Lokschuppen in Zukunft?
Reuter: Für den Lokschuppen wünschen wir uns, dass er nicht nur eine schöne Erinnerung bleibt, sondern wieder dauerhaft zu einem lebendigen Treffpunkt für Kultur und Begegnung wird. Die letzte große Veranstaltung liegt inzwischen über acht Jahre zurück, umso schöner ist es zu sehen, wie groß die Freude darüber ist, dass dort nun wieder etwas stattfindet. Viele Ticketkäufer haben uns persönlich gesagt, wie sehr sie sich freuen, dass im Lokschuppen endlich wieder etwas stattfindet. Manche sind regelrecht ins Schwärmen geraten und haben von früheren Konzertabenden erzählt. Genau daran möchten wir anknüpfen. Es wäre großartig, wenn der Lokschuppen auch in Zukunft wieder regelmäßig Bühne für besondere Erlebnisse wird.
