Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Gäste,
heute feiern wir ein ganz besonderes Fest – das Fest des heiligen Martin.
Ein Fest des Lichts, der Freundschaft und der Nächstenliebe.
Vor vielen, vielen Jahren lebte ein Mann namens Martin von Tours. Er war Soldat im Dienst des Kaisers – stark, mutig, und wie alle Soldaten trug er einen warmen Mantel.
Eines kalten Wintertages ritt Martin durch die Stadt. Da sah er am Straßenrand einen armen Bettler, der fast erfror. Niemand schenkte ihm Beachtung. Aber Martin blieb stehen.
Er hatte kein Geld bei sich, kein Brot, nichts, was er dem Bettler hätte geben können – nur seinen Mantel. Und so teilte er ihn mit seinem Schwert in zwei Hälften und gab dem Bettler eine davon.
In dieser Nacht, so erzählt die Legende, erschien ihm Jesus im Traum – mit der Mantelhälfte, die Martin verschenkt hatte. Und er sprach: „Was du diesem armen Mann getan hast, das hast du mir getan.“
Diese Geschichte ist über 1.600 Jahre alt – und trotzdem hat sie bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren. Denn sie zeigt uns, wie wichtig es ist, miteinander zu teilen und füreinander da zu sein.
Teilen – das kann so vieles heißen:
ein Stück Brot,
ein bisschen Zeit,
ein offenes Ohr,
ein freundliches Wort.
Heute, wenn wir mit unseren Laternen durch die Straßen ziehen, tragen wir dieses Licht weiter – das Licht, das Martin in die Welt gebracht hat. Es erinnert uns daran, dass auch ein kleines Licht die Dunkelheit vertreiben kann.
Lasst uns also wie St. Martin sein – mutig, freundlich und bereit, zu teilen.
Nicht nur heute, sondern an jedem Tag.
Ich wünsche uns allen ein wunderschönes Martinsfest, fröhliche Lieder, leuchtende Laternen und viele warme Herzen.
Ein besonderer Dank gebührt heute der FFW Gerolstein, den Gerolsteiner Stadtsoldaten, dem RSV Gerolstein, vorallem der lieben Tamara und ihrem Pferd Dundi, dem Jugend Rotkreuz und den Frauen der FFW Gerolstein, die hier für das leibliche Wohl sorgen.


























