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Schreiben der Stadt Gerolstein zur angekündigten Insolvenz des Krankenhauses in Prüm

Erstellt von Stadt Gerolstein | |   Startseite gerolstein.org  Krankenhäuser, Bereitschaftdienste, Apotheken
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Die Stadt Gerolstein zeigt sich tief besorgt über die Insolvenz des St. Josefs Krankenhauses in Prüm und fordert entschieden dessen Erhalt. Bereits jetzt ist die medizinische Versorgung in der Region stark belastet, was zu Wartezeiten und Unsicherheit bei den Bürgerinnen und Bürgern führt. Stadtbürgermeisterin Steffi Lorisch appelliert eindringlich an den Ministerpräsidenten, schnell zu handeln, um die Versorgung im Norden von Rheinland-Pfalz zu sichern und die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden zu schützen.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Alexander Schweitzer,

mit Bestürzung haben wir in unserem Stadtrat die Information aufgenommen, dass das Prümer Krankenhaus in die Insolvenz in Eigenregie geht. Der Stadtrat hat mich gebeten, mich Ihnen gegenüber für den Erhalt des St. Josefs Krankenhauses in Prüm im Namen der Stadt Gerolstein einzusetzen.

Das Krankenhaus in Prüm ist auch für die Bürgerinnen und Bürger in Gerolstein mit seinen Stadtteilen ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Die Menschen in Gerolstein haben bereits nach der Schließung des Krankenhauses in Gerolstein eine deutliche Erschwernis bei der stationären Grund- und Notfallversorgung erlebt.

Die Auslastung der Krankenhäuser in Prüm und Daun ist sehr hoch und es kommt zu Wartezeiten sowohl bei der Regelversorgung als auch bei akuten Notfällen. Die Bürgerinnen und Bürger Gerolsteins erleben die derzeitige Situation als unbefriedigend. Die Nachricht der drohenden Schließung des Krankenhauses in Prüm sorgt daher auch in Gerolstein für große Unruhe. Es werden nicht nur die Entfernungen für Patientinnen, Patienten und Angehörige größer, auch die Zahl der verfügbaren Versorgungsplätze nimmt in unserer Region deutlich ab.

Der Stadtrat von Gerolstein, aber auch ich persönlich, appelliere daher dringend an Sie, alles zu tun, um den Standort in Prüm zu erhalten.

Bitte informieren Sie mich und damit auch die Bürgerinnen und Bürger Gerolsteins, was konkret unternommen wurde und weiterhin unternommen wird, um das St. Josefs Krankenhaus in Prüm zu erhalten.

Wir sind sehr in Sorge, was die gesundheitliche Versorgung einer ganzen Region im Norden von Rheinland-Pfalz betrifft. Unsere Gedanken sind auch bei den Mitarbeitenden des Krankenhauses, die so kurz vor Weihnachten die bittere Nachricht erhalten haben, dass ihr Arbeitsplatz akut gefährdet ist. Die Zeit drängt bei der Lösungsfindung. Eine längere unklare Perspektive wird dazu führen, dass sich Mitarbeitende des Krankenhauses andere Arbeitsplätze suchen müssen und dadurch das Krankenhaus selbst bei einer Fortführung erheblichen Schaden nimmt.

 

Daher mein Appell: Handeln Sie – und zwar jetzt!

Mit freundlichen Grüßen
Steffi Lorisch
Stadtbürgermeisterin

Verteiler:
Ministerpräsident Alexander Schweitzer
MdL Gordon Schnieder
MdL Marco Weber
MdL Josef Winkler
MdL Jens Jenssen
Landrätin Julia Gieseking
Landrat Andreas Kruppert
VG-Bürgermeister Hans Peter Böffgen
VG-Bürgermeister Dr. Johannes Reuschen

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