Für Wissenschaftler und Amateurgeologen in aller Welt ist Gerolstein ein Begriff für einzigartige und wertvolle Fundstücke. Bestaunen kann man die Raritäten im Naturkundemuseum NKM Gerolstein.
Über den Winter gab es für den Geologen und Museumsleiter Jens Koppka einiges zu tun. Insbesondere die Vorbereitung neuer Ausstellungen in der mineralogischen Abteilung des Museums. „Wir haben Dank der Leihgaben von Thomas Paul eine Reihe seltener und farbenfreudiger Mineralien aus der Eifel, Deutschland und der Welt bekommen, die den regionalen Aspekt der Ausstellungen unseres Museums zu Gute kommen,“ erklärt Jens Koppka einige neubestückte Vitrinen. „Zudem gibt es noch eine kleine Sonderausstellung zum Thema Mariensteine, also den blauen Glasschlacken der Eisenverhüttung in Müllenborn. Dieses Material stammt aus der Sammlung von Bernd Engelhaupt, der zudem einen Teil der hübschesten Gläser zu Schmucksteinen verarbeitet hat. Die neuen Ausstellungen sind ein richtiger Hingucker geworden.“ Beeindruckend und außergewöhnlich ist auch die Gestaltung der anderen Museumsetagen. „Wir haben aber noch weitere Highlights wie die Eifeler Vulkangläser, die weltweit berühmten Fossilien von Gerolstein, die Archäologie, die Waldabteilung und unsere fantastischen Insekten“, so der Geologe und Präparator.
Auch Mitarbeiterin Anne-Claire Assion, freut sich über die vielen Neuheiten des Museums: „Die Besucher werden überrascht sein, was es alles zu sehen gibt. Für Kinder und Erwachsene haben wir viel zu bieten.“
Tatkräftige Unterstützung bietet der Förderkreis des Naturkundemuseums. Vorsitzender Gerd Rieder beschreibt den aktiven Einsatz: „Wir helfen seit Jahren durch Leihgaben, die Erstellung von Postern, durch Vorträge oder auch durch die Hilfe bei der Gestaltung der Ausstellung. Viele wertvolle Exponate stammen von Sammlern und Leihgebern. Das Museum zeigt in seinen Abteilungen wie kein anderes Museum weit und breit: Geologie, Paläontologie, Archäologie und Ökologie. Die Insektenwelt ist durch eine vielseitige und wertvolle Schmetterlingsausstellung vertreten. Sie enthält neben Funden aus Deutschland und Europa auch solche aus Asien und anderen Erdteilen. Der ehemalige Lehrer Martin Krämer hat diese Sammlung ab etwa 1950 über Jahrzehnte erstellt. Sie ist ein Dokument der Insektenwelt vor 40-70 Jahren und zeigt damit die Veränderung der Schmetterlingswelt seit dieser Zeit. Unterstützerin Brigitte Bockhoop: „Jedes einzelne Stück ist sorgfältig beschriftet, sodass auch der Laie sehr gut informiert ist.“ Sie hat zuletzt eine Vitrine aus dem Nachlass von Peter Sodermann gestaltet. „Eine mit viel Fachwissen zusammengetragene Ausstellung, für die man
genügend Zeit einplanen sollte. Für Kinder bedeutet ein Besuch des Naturkundemuseums ein Abenteuer.“
Info: Ab dem 01. April ist das Naturkundemuseum Gerolstein wieder in der Sommersaison. Täglich außer Mittwoch von 13:00 bis 16:00 Uhr und zudem an Sonn- und Feiertagen von 11:00 bis 16:00 Uhr ist für Besucher geöffnet. Infos: www.gerolstein.org


































































