Die Gero-Phila 24 – eine Ausstellung am 19. – 20.. Oktober in der Gerolsteiner Stadthalle „Rondell“ präsentiert nicht nur Briefmarken und Münzen. Es werden auch andere Raritäten und Schätze der Öffentlichkeit vorgestellt.
Neugierig hat Volksfreund bei Dr. Peter Müller nachgehakt, was man sich nicht entgehen lassen sollte.
Besonders hat uns eine Briefhülle mit Siegel aus dem Jahre 1908 beeindruckt. Wir dürfen unseren Leser die Rarität zeigen und ihre Geschichte schon vor der Ausstellungseröffnung berichten.
Dr. Peter Müller erzählt:
„In unserer Ausstellung am 19./20 Oktober zeigen wir auch das Original der abgebildeten Briefhülle. Darin lagen 1000 Mark. Diese entsprachen umgerechnet in heutige Kaufkraft etwa 7 000 Euro. Abgesandt wurde der Wertbrief vom „Kabinett Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin“ Auguste Viktoria, der Gattin Wilhelm II in Berlin. Adressat war der Königliche Kreis-Baumeister Krahe in Gerolstein. Eingegangen war der Brief am 31. Dez. 1908. Es war sicherlich eine Spende für die vorbereitenden Baumaßnahmen zur Erbauung der Erlöserkirche. Rückseitig zwei große Lacksiegel mit Wappen und Umschrift. Wegen ihrer kirchenbaufördernden Einstellung wurde die Kaiserin im Berliner Volksmund auch „Kirchenjuste“ genannt“.
Unter den Sammelfreunden gibt es auch viele Kinder- und Jugendliche als aktive Sammler. Die Youngsters sind mitten in den Ausstellungsvorbereitungen ihrer Schätze und man kann sicher sein, dass die Sammelleidenschaft weiteren Nachwuchs ansteckt.

