Vereinschronik des Vereins für Deutsche Schäferhunde (Ortgruppe Gerolstein)
Nachdem sich schon im Jahr 1974 Gerolsteiner Schäferhundfreunde unter Leitung des Polizisten und Diensthundeführers Josef Krämer zusammengetan hatten, gründeten Herr Krämer, Alois und Herbert Breloer, Helmut Heinen und Franz Wirtz im Jahr darauf die Ortsgruppe Gerolstein, die vom Verein für Deutsche Schäferhunde offiziell anerkannt wurde.
Weitere Mitglieder der ersten Stunde waren u.a.: Toni Ott, Gerd Möller, Wolfgang Böffgen und Walter Klaeren die beiden letzteren mit ihren Boxern. Damit war von Anfang an klar, dass auch fremdrassige Hunde willkommen sind.
Der erste Übungsplatz befand sich auf einer Wiese vor der Büschkapelle, hatte aber dort keine Zukunft, da sich Pilger und Spaziergänger vom Bellen der Hunde gestört fühlten. Deshalb errichtete man mit viel Eigenleistung „vor Lohscheid“ einen großen Hundeübungsplatz mit Vereinsheim inklusive Terrasse und Flutlicht.
In den Folgejahren wurde auf zwei Prüfungen im Jahr hin trainiert, an denen regelmäßig neben den eigenen Hunden auch viele Teilnehmer aus dem gesamten Regierungsbezirk Trier teilnahmen. So kamen meist dreitägige Veranstaltungen zustande.
Die achtziger Jahre waren die „Blütezeit“ des Gerolsteiner Hundsports. Neben den besagten Prüfungen fanden Pokalkämpfe statt mit bis zu 70 Teilnehmern aus der Region und darüber hinaus.
Besonders erfolgreich waren zu dieser Zeit:
Josef Krämer mit seinem Diensthund Rex, der zweimal erfolgreich an der internationalen Meisterschaft für Diensthunde teilnahm.
Helmut Heinen, der mit seinem Schäferhund viele hervorragende Platzierungen bei Prüfungen und Pokalkämpfen erzielte.
Walter Klaeren wurde mit seinen beiden Schäferhunden Enno und Esta nicht nur oftmaliger Sieger bei Prüfungen und Pokalkämpfen, sondern auch Sieger und Vizesieger bei der Landesmeisterschaft Rheinland-Pfalz sowie 5-facher erfolgreicher Teilnehmer der Bundessiegerprüfung.
In späteren Jahren konnte Nicole Riemann erfolgreich an zwei Landesmeisterschaften teilnehmen.
In den letzten Jahren qualifizierte sich Viktoria Schulte mit Blake sowohl für die Landesmeisterschaft als auch für die Deutsche Meisterschaft für Fährtenhunde, die sie beide erfolgreich abschloss.
Carola Klein schaffte sowohl mit ihren Schäferhunden Jenna, Bodo und Isolde die Teilnahme an Deutschen Fährtenhundmeisterschaften, setzte aber allem die Krone auf mit dem dreifachen Sieg ihrer Rehpinscherhündin Printe bei den Fährtenhund-Weltmeisterschaften der Pinscher und Schnauzer.
Aufgrund der vielfältigen Aktionen konnte die Ortsgruppe gute Verbindungen knüpfen zu den regionalen Vereinen in Badem und Lutzerath sowie Arzfeld, Bollendorf, Bitburg, Trier, Sirzenich, Wittlich, Euskirchen und Maifeld.
Besonders wertvoll war die jahrelange Zusammenarbeit mit dem Bouvierclub, wobei uns der „Hundeflüsterer“ und jetzige Ausbilder für Blindenführhunde, Roland Schmitz, sowohl als Ratgeber, Figurant und Fährtenleger, aber auch als Richter zahlreicher Pokal- und Nachtpokalkämpfe zur Seite stand.
Die langjährigsten Mitglieder Wolfgang Böffgen und Walter Klaeren, die sich noch an frühere fragwürdige Ausbildungsmethoden erinnern, sind überzeugt von der positiven Entwicklung in den vergangenen 50 Jahren: weg von bedingungslosem Gehorsam durch Zwang, hin zu Freude und Spiel als Team.
Das kann man erleben in den Übungsstunden mittwochs und samstags jeweils ab 15 Uhr.
Am 25.05.25 feiert die Ortsgruppe Gerolstein ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum.
(W.Böffgen/W.Klären/A.Pitzen)
















































































































