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Persönlichkeiten

Auf dieser Seite möchte wir Ihnen unsere Persönlichkeiten der Stadt Gerolstein vorstellen. Ihr Schaffen und Wirken für und in der Stadt Gerolstein sollen hier vorgestellt werden.

Gerolstein hat wirklich viele Menschen hervorgebracht, die sich für die Stadt oder in der Stadt engagiert  haben. Sie haben die Stadt durch ihre Arbeit geprägt.

Diese Seite ist natürlich nicht abschließend; wir werden nach und nach die Liste der Persönlichkeiten vervollständigen. Die Reihenfolge der Persönlichkeiten ist keine Rangfolge und hat daher keinen Einfluss auf die Wertigkeit oder den Einfluss der Arbeit auf die Stadt Gerolstein.

 

Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich einfach an uns: stadtgeschichtegerolsteinorg

 

Wir sind sehr an historischen Bilddokumenten interessiert; manche Lebensläufe sind auch nicht vollständig. Fotos mit der Freigabe des Fotografen können Sie uns gerne elektronisch übermitteln (bitte keine Originale übersenden; sondern einscannen, Jahreszahl und eine kurze Erläuterung des Motivs). Wir werden den Fotografen selbstverständlich unter dem Bild als Rechteinhaber erwähnen. 

In der linken Spalte finden Sie die Downloads. Hier sind bereits einige Bilder abgelegt. Klicken Sie zunächst das Thema an und dann auf das Bild. Das Bild wird dann vergößert.

 

Bürgermeister der Stadt Gerolstein

1800-1804Joh. Anton MEYER 
1804-1814Joh. Theodor Udelhoven 
1814-1817Johann Hermes 
01.05 - 20.09.1817Wilhelm SCHRUFF 
1818-1825Franz Wilhelm MEYER 
1825-1849Erdman SCHREIBER 
1849-1850Franz Georg SCHRUFF; +12.02.1850 
1850-1867Joh. Nikolaus KLEIN 
1867-1879Philipp SCHEIDWEILER 
1879-1883ARGELANDER 
1883-1887SCHAMPEL 
1887-1892Major a.D. DIEHM 
1892-1909Wilhelm SCHRUFF 
1910-1929Jakob SOLLHÉ 
1929-1934Dr. Hans WILHELM / WILLKOMM 
1934-1939Nikolaus LAROCHE (am 1.4.39 tödlich verunglückt) 
 1939-1943Emil WEBER 
1943-1945Fritz OLZEM 
1945Jakob Heck (Besitzer Hotel Heck) 
1945-1947Julius RECKTENWALD 
1948-1948Franz-Josef GEIL +09.10.48 verstorben 
1946-1952Josef SCHILDGENStadt
1952-1956Paul SERWASStadt
1956-1968Hans WOLLWERTStadt
1968 - 1968Josef KOCHStadt
1949-1961Aloys SchneiderAmt
1961 -1992Hans-Günther GEISERAmt / VG
(zeitweise in Personalunion mit der Verbandsgemeinde bzw. dem Amt Gerolstein)
1992-2001Adolf RODERMANNVG
2001-2018Matthias PAULYVG
ab 2019Hans-Peter BÖFFGENVG
1987 - 1989Karin EIDENStadt
1989 - 2004Georg LINNERTHStadt
2004 - 2010Karl-Heinz SCHWARTZStadt
2010 - 2014Bernd MAYStadt
2014- 2019Friedhelm BONGARTZStadt
ab 2019Uwe SCHNEIDERStadt

Ehrenbürger

Die Stadt Gerolstein hat besondere Persönlichkeiten zum Ehrenbürger der Stadt Gerolstein ernannt:

 

23.02.1985Herbert NeusenGeschäftsführer Gerolsteiner Brunnen †27.02.2009
06.10.2007Pierre SeferStädtepartnerschaft mit Digoin/Burgund/F †10.01.2015
15.01.1959Hubert RAHMSchulleiter (siehe unten) †03.04.196

Namensgeber für unsere Straßennamen

Hubertus RADER, *26.02.1877 - †19.09.1935; Pfarrer ab 1919 in Gerolstein, Naturheilkundler

 

Nikolaus Peter LAROCHE, *24.10.1890 - †01.04.1939; Bürgermeister von 1934-1939

 

Johann Baptist Aloys SCHNEIDER, *18.06.1896 - †23.04.1961; ab 01.07.1949 Bürgermeister von Gerolstein

 

Stefan DOHM *04. Juli 1862  †12. Februar 1924

Paläontologe, Lehrer, Organist, Dirigent und Mitglied im Gemeinderat von Gerolstein. Lehrer in Salm und war später Schulrektor in Gerolstein.

Zusammen mit dem Hotelier Matthias Heck gründete er 1903 in Gerolstein das "erste Geognostische Museum links des Rheins", das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Naturkundemuseum.

Im 1987 neu eröffneten Naturkundemuseum von Gerolstein gibt es das Dohm-Stübchen, das Stefan Dohm und seinem Sohn Dr. Batti Dohm gewidmet ist. An den Forscher erinnert auch der Straßenname Stefan-Dohm-Straße und ein Gedenkstein vor dem Rathaus, der vom Eifelverein gestiftet wurde.

Wissenschaftlich lebt der Geologenname des Naturforschers Stefan Dohm in der Sonnenkoralle "Dohmophyllum" und dem Trilobiten "Dohmiella" fort.

 

Hubert RAHM, *26.01.1889 - †03.04.1966; Studiendirektor, Botaniker, Geologe, Vorsitzender Eifelverein 1949-1958

ab 01.04.1920 Leiter Rektoratsschule, später Direktor St.Matthias-Gymnasium Gerolstein

 

Willi BLOOS

Willi BLOOS

* 1884 - † 1959

Kunstmaler, Landschafts- und Porträtmaler 

Studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie und war Mitglied der Düsseldorfer Künstlervereinigung Malkasten

Er malte u.a. 1942 das berühmte "Märlochbild" (Mühlenweg in Gerolstein). Auf dem Bild ist die Rückseite der Maakenscheune bzw. des Stalles zu sehen, daneben ein Treppenaufgang. Die Rückseiten der Häuser  bilden die frühere Stadtmauer, die nach unten hin mit einem Turm abschließt.

Quelle: Kulturdatenbank, mit freundlicher Genehmigung von Wilma HERZOG

 

 

Bruder von Richard BLOOS

Richard Bloos (* 9. Oktober 1878 in Brühl; † 12. Mai 1957 in Düsseldorf) war ein vom Impressionismus beeinflusster deutscher Maler und Radierer der Düsseldorfer Schule.

Quelle: Wikipedia

 

Böbbes

Karl-Heinz BÖFFGEN, von allen genannt und bekannt als BÖBBES; * 17.08.1939 - † 13.10.2015,

Historiker, Kommunalpolitiker, Büttenredner, 15 Jahre Kolumnist als Pitter im Volksfreund, Bastelonkel

im Kindergarten, Fachmann für die jüdische Geschichte, Stadtführer, viele Vorträge gehalten

und noch mehr Bücher verfasst; der Kenner der Gerolsteiner Stadtgeschichte.

 

Pater Josef BÖFFGEN

Pater Josef BÖFFGEN,

* 04.08.1914 -  † 14. August 1981

Pastor, Chronist der Stadt Gerolstein, Lehrer, Heimatforscher

Er "schwätzte Jirrelsteener Platt" (Gerolsteiner Mundart / Dialekt)

Auf dem Neujahrsempfang 1980 überreichte ihm Bürgermeister Hans-Günther GEISER die  goldene Ehrennadel mit Urkunde:  »für besondere Publikationen heimatbezogener Art«.

Seine langjährige Haushälterin war Cornelia Gerhards.

 

Am 18. August gab es in Gerolstein ein große Trauerfeier zu Ehren von Pater Josef Böffgen.

Am 19 August 1981 wurde er auf dem Pallottiner-Friedhof in Limburg an der Lahn beerdigt.

1986 wurde ein  Gedenkstein auf dem Gerolsteiner Waldfriedhof errichtet.

Die Pallottiner sind eine Gesellschaft apostolischen Lebens in der römisch-katholischen Kirche. Der vollständige Name lautet Gesellschaft des Katholischen Apostolates.

 

9 Hefte "Um Munterley und Löwenburg / Für die Freunde der Stadt Gerolstein"

ein 10. Heft posthum im November 1981

1. Bildband mit Kommentaren »Gerolstein in alten Ansichten« 1977

2. Bildband mit Kommentaren »Brunnenstadt Gerolstein / Alte und neue Bilder«

 

 

Carl BREUER

Carl BREUER; *23.11.1907 - †28.01.1966: Küster und Organist, Chor- und Orchesterleiter, Komponist und Musiklehrer

 

Anläßlich der Wiederverleihung der Stadtrechte Gerolsteins im Juni 1953 zeichnete Carl Breuer für die anspruchsvolle musikalische Umrahmung des Staatsaktes im Lindesaal verantwortlich. Eine große Überraschung zum Abschluß der Feierstunde war die Uraufführung des Liedes  "Mein Gerolstein". Es wurde eigens für diesen Anlass von Carl Breuer getextet und komponiert. Der große Chor, der Kinderchor und das Orchester unter seiner Führung wurden am Ende mit begeistertem Applaus bedacht.

Seitdem gehört dieses Lied mit drei Strophen zum Kulturgut Gerolsteins und erinnert an die unvergessenene Musikerpersönlichkeit des Ehrenbürgers Carl Breuer.

 

Hier können Sie sich das Original anschauen; hier ist die Textversion zum Nachlesen vorhanden.

 

Die Büschkapelle ist ein Anziehungspunkt für Spaziergänger und Pilger. Carl BREUER verfasste 1947 ein Marienlied, welches auf die Büschkapelle zugeschnitten ist. Das Lied wurde in der schweren Nachkriegszeit mit Freude und Dankbarkeit angenommen.

Hier können Sie sich das Original anschauen; falls Sie nur die Textversion lesen möchten, können Sie das hier nachlesen.

Dr. Batti und Stefan DOHM

Dr. Batti DOHM

* 01.01.1897 - † 31.07.1977

studierte zunächst Chemie, dann Geologie und war Schriftsteller

promovierte als Dr. phil

Leiter Verkehrsamt Gerolstein

legte den Grundstein der Gerolsteiner Heimatforschung; Stadtchronist

war Sohn von Stefan DOHM

 

 

 

 

Stefan DOHM

* 14.07.1862-  † 12.02.1924

Gerolsteiner Volksschulrektor, Pioniers der Eifeler Geologie, Paläontologe

Organist, Dirigent, Kommunalpolitiker

Gründete zusammen mit dem Hotelier Matthias Heck 1903 in Gerolstein das "erste Geognostische Museum links des Rheins"

Ludwig ESSER

Ludwig ESSER

* 19.02.1934 in Brühl - † 20.03.2018 in Gerolstein

Musiklehrer, Komponist, Texter, Kommunalpolitiker

Lebensstationen: Brühl, Köln, Jülich, Münstereifel, Gerolstein


Tätigkeiten in Gerolstein (seit 1969):
- Lehrer am St. Matthias Gymnasium (hier vor allem Chorarbeit, Blaskapelle, Jazzband)
- Schreiben von viel beachteten und diskutierten Glossen als„Vulkanus(gesammelte Werke!)
- Durchführung zahlreicher Konzerte, u.a. im Sommer auf der Kasselburg und im Advent in der Erlöserkirche
- Arbeit mit verschiedenen Männergesangvereinen
- Mitwirkung in verschiedenen politischen Gremien
- Leitung der Musik im Rahmen der Gerolsteiner Burgfestspiele (s. www.burgschauspieler.de)
- Leitung von Musikgruppen im Gerolsteiner Karneval
- Kirchenmusik, u.a. ehrenamtliches Orgelspiel in der Krankenhauskapelle


Ludwig Esser war eine schillernde und nicht unumstrittene Persönlichkeit mit vielseitigem Engagement, die kein Blatt
vor den Mund nahm. Er brachte viele Menschen dazu, das Leben in Gerolstein gesellschaftlich, musikalisch und
kirchlich liebens- und lebenswerter zu gestalten.

 

1986 Theaterstück Speerwurf: Musik Ludwig ESSER

 

"Pitter", eine Bronze-Skulptur vor dem Rondell, der die Zeitung liest:

Zu der Namenstaufe am 29.08.1992 hat Ludwig ESSER die Melodie dazu komponiert. Der Text stammt von Gabi CHRISTEN. Hier ist das "Pitter - Lied".

 

Weiterhin komponierte er das "Du kleine Stadt im Tal der Kyll"(Text: Gertraud ESSER, Melodie Ludwig ESSER).

 

Gemeinsam mit Wilma HERZOG (Text) komponierte er das "Gerolstein - Lied"

 

Hinweis:  Die Werke von Ludwig ESSER (1934-2018) sind in allen Teilen urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung ist ohne Zustimmung der Rechteinhaber unzulässig.

Dies gilt insbesondere für Vervielfältigung, Einspeicherung in und Verarbeitung durch elektronische und digitale Systeme.

Die Notensätze stammen von Elisabeth RIEDER (2021). Ihr gilt ein großer Dank!

 

 

 

 

Wilma HERZOG

Wilma HERZOG,

Jahrgang 1934

Mundartschriftstellerin und Mundartdichterin, ehem. Kommunalpolitikerin

lebte in New York von 1958 bis 1970

Gründerin Gerolsteiner Erzählkreis und der Autorengemeinschaft Gerolstein

Mitglied der "Gruppe rheinischer Mundartschriftsteller"

Mitglied gewesen Kreis-Kulturausschuss,

war Mitglied im Kreistag und im Verbandsgemeinderat,

engagierte sich im Gerolsteiner Haus der Jugend

Pegasus - Preisträgerin

zahlreiche Theaterstücke, Prosa, Lyrik und Liedtexte (teilweise in Mundart) veröffentlicht

Jury-Mitglied im Mundartwettbewerb für Schülerinnen und Schüler im Landkreis Vulkaneifel.

 

Gedicht von Wilma HERZOG über die Löwenburg, damals noch Burg Gerhardstein:

Einst ragte stolz und prächtig

Burg Gerhardstein ins Land,

mit Mauern, Türmen mächtig,

auf steiler Felsenwand.

Als Reste alter Riffe,

aus urzeitlichem Meer,

erhoben sich die Kliffe

der Felsen ringsumher.

Zur Burg gehörten Felder

und dichter dunkler Tann,

viel lichte Buchenwälder,

wo klar die Quelle sprang.

Die Fahnen von den Türmen

Der Burg wehn längst nicht mehr,

es gehen Zeit und Stürme

in ihren Trümmern her.

Doch trutzig stehn die Zinnen

der Felsen, grau und alt

und frisch die Quellen rinnen.

 

Weitere Veröffentlichungen:

1994: 37. Band der Serie "Stimmen der Landschaft": Spaß äm Platt om Jirrelsteener Land.

1999: Kleine Geschichten aus der Heimat (aus dem von ihr gegründeten "Gerolsteiner Erzählkreis").

2001: Erster Band Geschichten von daheim. (Es folgten drei weitere Bände unter dem gleichen Titel.)

2002: Weihnachten daheim.

2003: "Jirrelsteener Donger" Das Beste von Pitter in Mundart und Hochdeutsch.

2015: Stadtbürgermeister Friedhelm BONGARTZ und Wilma HERZOG taufen Anna und Nikla am Rondell-Brunnen. 

Hierzu verfasste Wilma HERZOG noch einen kurzen Bericht

 

Gerolstein Lied (Text Wilma HERZOG, Musik Ludwig ESSER)

Auch die Geschichte vom Pitter-Lied (Skulptur vor dem Rondell, Mann liest Zeitung) wurde von  Frau HERZOG im Heimatjahrbuch 2009 beschrieben; Pitterlied-Text Gabi CHRISTEN, Musik Ludwig ESSER.

 

 

Ebenso sind in dem Heimatjahrbücher Kreis Daun und in der Kulturdatenbank weitere zahlreiche Pubklikationen vorhanden.

 

Am 09. Juni 2021 wurde Wilma HERZOG mit der Landesverdienstmedaille geehrt:

Wilma Herzog aus Gerolstein hat sich herausragende Verdienste im kulturellen Bereich erworben. Als Heimat- und Mundartschriftstellerin hat sie sich in der Kulturszene des Vulkaneifelkreises einen Namen gemacht. Sie ist Mitglied in der Gruppe rheinischer Mundartschriftsteller und hat zur Mundart und zu allgemeinen Eifelthemen mit zahlreichen Veröffentlichungen in Rundfunk, Zeitschriften, Heimatkalendern und Jahrbüchern einen prägenden Eindruck hinterlassen. Daneben gehörte die 86jährige von 1994 bis 2004 als Mitglied dem Kulturausschuss des Vulkaneifelkreises an und war von 1999 bis 2004 stellvertretendes Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss des Kreises.

Zusätzlich gründete sie den „Gerolsteiner Erzählkreis für Senioren“ sowie 2001 den Mundartlesewettbewerb aller 6. Klassen im Vulkaneifelkreis. Ebenso arbeitet die Geehrte seit einigen Jahren ehrenamtlich für die Kulturdatenbank der Region Trier und schrieb lange Jahre für das Heimatjahrbuch des Kreises.

Das enorme ehrenamtliche Engagement für die Kultur und Sprache rechtfertigt die Verleihung der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz an Wilma Herzog.

Quelle

 

 

 

Fredy LANGE

Fredy LANGE

* 1903 in Köln-Kalk -  † 1989 Gerolstein

Berufsfotograf und Musiker

wuchs in Pelm auf der Kasselburg auf

Lernte in Pelm von dem Fotografen BOEREN die Kunst des Fotografierens

Ca. 25.000 Fotos sind aus dem Nachlass von Fredy LANGE vorhanden

 

Er spielte Klavier und Akkordeon in verschiedenen Musikgruppen in Gerolstein im Hotel Kaiserhof und im Hotel HECK;

meist mit Carl BREUER (siehe Homepage aaO) und Karl BENDER.

 

Alois MERTES

Dr. Alois MERTES,

 (* 29. Oktober 1921 in Gerolstein; † 16. Juni 1985 in Bonn)

Diplomat, Staatsminister im Auswärtigen Amt

Heimatkundler, er sprach Jirrelsteener Platt.

 

Alois Mertes war seit 1951 verheiratet und hatte fünf Kinder, darunter Michael Mertes und den Jesuitenpater Klaus Mertes.

 

Posthum wurde 1985 noch ein Interview mit Herrn Dr. Alois MERTES in den Malteser Nachrichten veröffentlicht. Auch hier gibt er noch interessante Einblicke über sein Leben und seine Gerolsteiner Herkunft preis.

Das Interview können Sie gerne hier nachlesen.

 

Gedenktafel am Rathaus im Kyllweg mit der Inschrift:

DR. ALOIS MERTES, STAATSMINISTER IN BONN

GEB. AM 29. 10. 1921 IN GEROLSTEIN

IN ANERKENNUNG SEINER BESONDEREN LEISTUNG, IN DANKBARKEIT FÜR DIE ENGE VERBUNDENHEIT UND LIEBE ZU SEINER HEIMAT.

SEIN STREBEN GALT DER FÖRDERUNG DES EUROPÄISCHEN GEDANKENS UND DEM FRIEDEN IN DER WELT.

SEINE FREUNDE UND BÜRGER DER STADT GEROLSTEIN.

 

Unten finden Sie weitere Anekdoten und Geschichten von, mit und über Dr. Alois MERTES.

 

DR. Alois MERTES wurde vielfach gewürdigt; unter anderem durch das Deutsche Historische Institut Washington (1990-1999):

 


Alois Mertes Memorial Lectures des Deutschen Historischen Instituts Washington

1.) Michael Wolffsohn (1990): The World Jewish Congress and the End of the German Democratic Republic
(First Alois Mertes Memorial Lecture, Occasional Paper No. 3, https://www.ghi-dc.org/publication/the-world-jewish-congress-and-the-end-of-the-german-democratic-republic)

2.) Clayton M. Clemens (1992), CDU Deutschlandpolitik and Reunification
(Second Alois Mertes Memorial Lecture, Occasional paper No. 5, https://www.ghi-dc.org/fileadmin/publications/Occasional_Papers/CDU_Deutschlandpolitik_and_Reunification.pdf)

3.) Ludger Kühnhardt (1993): Ideals and Interests in Recent German Foreign Policy
(Third Alois Mertes Memorial Lecture, Occasional Paper No. 10, https://www.ghi-dc.org/fileadmin/publications/Occasional_Papers/Ideals_and_Interests_in_Recent_German_Foreign_Policy.pdf)

4.) Jeffrey Herf (1994): East German Communists and the Jewish Question: The Case of Paul Merker
(Fourth Alois Mertes Memorial Lecture, Occasional Paper No. 11, https://www.ghi-dc.org/publication/east-german-communists-and-the-jewish-question-the-case-of-paul-merker)

5.) Wolfgang Krieger (1995): The Germans and the Nuclear Question
(Fifth Alois Mertes Memorial Lecture, Occasional Paper No. 14, https://www.ghi-dc.org/publication/the-germans-and-the-nuclear-question)

6.) Melvyn P. Leffler (1996): The Struggle for Germany and the Origins of the Cold War
(Sixth Alois Mertes Memorial Lecture, Occasional Paper No. 16, https://www.ghi-dc.org/publication/the-struggle-for-germany-and-the-origins-of-the-cold-war)

7.) Michael Zöller (1998) Bringing Religion Back In: Elements of a Cultural Explanation of American Democracy
(Seventh Alois Mertes Memorial Lecture, Occasional Paper No. 21, https://www.ghi-dc.org/publication/bringing-religion-back-in-elements-of-a-cultural-explanation-of-american-democracy)

8.) Sander L. Gilman (1999): How I Became a German: Jurek Becker’s Life in Five Worlds
(Eighth Alois Mertes Memorial Lecture, Occasional Paper No. 23, https://www.ghi-dc.org/fileadmin/publications/Occasional_Papers/How_I_Became_a_German.pdf)
 

 

1981 veröffentlichte Walter HENKEL die sog. Bonner Köpfe. Er schildert hier eindrucksvoll, wie Herr D. Alois MERTES seinen Jirrelsteener Dialekt auch auf dem diplomaten Parkett nutzte: Bonner Köpfe.

 

Konrad REPGEN skizzierte 1988 den politischen Lebensweg von Dr. Alois MERTES; von der Reformation zur Gegenwart.

 

Im Jahr 2012 wurde im Kreisheimatjahrbuch ein Brief von Dr. Alois MERTES veröffentlicht. Hier hat er die Geschichte seines Onkels Lambert MERTES aus Büscheich niedergeschrieben, als er als Kriegseheimkehrer nicht erkannt wurde: ein Büscheicher in Napoleons Armee.

 

Auch die Glosse Vulkanus, geschrieben von Ludwig ESSER, beschrieb Herrn D. Alois MERTES bei seinen Besuchen in Gerolstein.

 

 

Exkurs:

Gerolstein brachte noch einen weiteren hochrangigen Diplomaten hervor:

Karl Wand (* 31. Januar 1920 in Gerolstein; † 13. Oktober 2009) war ein deutscher Botschafter.

 

Der Vater von Karl Wand war der Lehrer Ernst Wand (* 29. Mai 1891; † 3. Oktober 1963). Karl Wand ministrierte mit Alois Mertes, besuchte mit seinem Bruder Ernst Wand († 1942 auf der Krim) das katholische Internat in der Abtei Maria Laach und ab 1934 das Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef. Ab 1946 studierte Karl Wand Geschichte. Nach der Promotion arbeitete Wand zunächst als Volontär bei einer Zeitung. Am 8. Juni 1956 hatte Karl Wand ein Vorstellungsgespräch bei Konrad Adenauer in dessen Folge er Pressereferent des Bundeskanzlers wurde. Anschließend trat Wand in den auswärtigen Dienst, wo er zunächst in Skandinavien eingesetzt wurde und in Schweden Dagny Wand, Balletteuse an der Königlichen Oper (Stockholm) heiratete. Sie haben vier Töchter. Dagny Wand leitete The National Ballet of Angola.

Bevor WAND 1983 Botschafter in Angola wurde, hatte er mehrere Einsätze in Afrika, unter anderem als Presseattaché in Nigeria, als Botschafter in Benin (1971 bis 1975) und als Botschafter in Malawi (1980 bis 1983).

1983 wechselte Wand als Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in die Volksrepublik Angola und wurde von dem Präsidenten der Volksrepublik Angola, José Eduardo dos Santos, zur Entgegennahme seines Akkreditierungsschreibens empfangen. Während seiner Amtszeit in Angola war Wand auch bei der Regierung von São Tomé und Príncipe mit Sitz in Luanda akkreditiert. Der Bürgerkrieg in Angola (1975 bis 2002) überdauerte die Amtszeit von Wand in Angola.

Ab 1984 oder 1985, bis zu seiner Pensionierung 1986, war Wand Deutscher Botschafter in Gabun. Nach Eintritt in den Ruhestand lebte Wand bis zu seinem Tod 2009 in Stockholm.

Aus <https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Wand>

 

Die Geschichte von Ernst WAND hat Wilma HERZOG im Heimatjahrbuch 2010 niedergeschrieben. Insbesondere seine Haltung gegen das NS-Regime wird hier eindrucksvoll beschrieben.

 

 

Johannes NOWAK

Johannes Nowak, Kunsterzieher, Maler, Zeichner

26.Dezember 1928 in Gerolstein geboren;

†24.07.2008 Cochem-Cond

.

Stammt aus einer preußischen Lehrerfamilie jenseits der Oder (Westpreußen)

Vater war Studienrat für Sprachen in Gerolstein und war kunstinteressierter Freizeitmaler.

Sein Vater hatte Kontakte zu Paul Siegert, Professor an der Trierer Werkschule, und zu den Eifelmalern Pitt Kreuzberg und Fritz von Wille

 

Nach dem Abitur: Praktikum bei dem Bildhauer Heinz HAMM in Gerolstein

1949 - 1953 Studium Kunsterziehung und Französisch an der Universität Mainz

Stipendiatsemester in Paris an der Alliance Francaise

Er wurde gefördert durch Emy RÖDER, Wilhelm MALLMANN und Ernst HEINRICHS

1956 - 1991 Lehrer für Kunst und Französisch am Gymnasium in Cochem

 

 

Als Batti Dohm starb, hinterließ er ein unvollendetes Manuskript "Aus der Vergangenheit Gerolsteins", das auf 200 Seiten einen Gang durch die Geschichte unserer Stadt unternimmt.

Johannes Nowak fertigte für das Manuskript die Federzeichnungen alter, malerischer Winkel in Gerolstein. Die Auswahl der Motive ist geradezu eine Charakterisierung der Bevölkerung unseres Städtchens bis zum zweiten Weltkrieg: Menschen, die in bäuerlichem Fleiß und gewerblicher Emsigkeit ihr Gemeinwesen schützen ge­gen alle Angreifer.1

 

Quelle (2021):  <https://kulturdb.de/einobjekt.php?id=25995>

Alfred TOMBERS

Alfred TOMBERS, 13.12.1927 - † 30.09.1967, Künstler für Glasmalerei; gestaltete u.a. die Kirchenfenster: 

Birresborn, Kath. Kirche St. Nikolaus 1962

Dillingen-Pachten, Kath. Kirche St. Maximin 1954

Laubach (Eifel), Kath. Kirche St. Josef 1967

Pelm, Kath. Kirche St. Willibrord 1966

und die Fenster der Leichenhalle am Friedhof Sarresdorf.

Vermutlich hat er auch die Fenster in der Kapelle des Albertinum gestaltet; dies ist allerdings noch nicht bestätigt.

 

Arbeitete sehr viel mit Glasmaler Hermann LEIBNER aus Gerolstein zusammen; siehe auch Monogramm.

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